Hurra ein Welpe zieht ein!!
Das ist eine Aufregung: der Welpe, den wir schon vor längerer Zeit beim Züchter unseres Vertrauens ausgesucht und schon oft besucht haben, kommt heute zu uns ins Haus!
Gerade die Kinder platzen vor Aufregung und Spannung. Dennoch: wir lassen sie daheim und holen den Welpen alleine ab. Denn zu viel Unruhe ist für die kleine Fellnase gar nicht gut.
Immerhin ist heute ein besonderer Tag für ihn, denn er verlässt die vertraute Umgebung. Und was sicherlich viel schwerer wiegt: auch seine Mutter und seine Geschwister wird er nicht mehr sehen. Das ist ein Schock für den Hund, daher sollte man sehr behutsam mit ihm umgehen, wenn man ihn beim Züchter abholt. Aufgeregte Kinder wären da nicht besonders günstig.
Ganz besonders wichtig ist es, dem kleinen Kerl sofort das Gefühl der Geborgenheit zu geben. Optimal, wenn der Züchter eine Decke mitgibt, die noch nach seinem alten Heim riecht, dann hat er etwas Vertrautes um sich. Für den kleinen Hund sollte die Fahrt im Auto nicht ungewöhnlich sein, denn gute Züchter gewöhnen den Hundenachwuchs frühzeitig an das Auto; das gehört zum Gewöhnungsprogramm.
Dennoch sollte man für die Fahrt gerüstet sein. Gut für den Hund, wenn er Körperkontakt und Wärme hat, daher sollte ihn jemand in seiner Decke im Arm halten. Falls ihm doch nicht so wohl ist und er vor Aufregung mal spucken muss, halten Sie einen Lappen oder Tücher bereit.
Logisch, dass im Haus alles für den Neuankömmling gerüstet ist: das Körbchen steht bereit, das Futter ist nach Anweisung des Züchters gekauft worden, Fressnapf und Trinkschale stehen an den davor vorgesehen Plätzen fertig. Der Fressnapf ist praktischerweise robust und nicht so leicht kaputtzukriegen; Metall oder Steingut sind auch aus hygienischen Gründen zu empfehlen.
Auch die Trinkschüssel sollte aus solchem Material sein. Üblicherweise gibt der Züchter immer einen kleinen Vorrat an Futter für den Welpen mit. Danach hatten wir uns schon rechtzeitig erkundigt, und dieses Futter wird er auch weiterhin bekommen, weil er daran gewöhnt ist und es offensichtlich gut verträgt.
Wann das Futter umzustellen ist, das erfahren wir noch rechtzeitig von unserem Züchter, mit dem wir regelmäßig telefonisch oder per e-mail in Kontakt bleiben. Fragen gibt es nämlich immer.
Auch eine Leine mit passendem Halsband, das eine Weile mitwachsen kann (wenn der Kleine es nicht vorher zerbeißt), haben wir schon besorgt, damit wir die ersten kleinen Ausflüge rund ums Haus machen können, und der Welpe die neue Umgebung erschnuppern kann.
Ein wichtiges Thema, das sich absolut nicht vermeiden lässt, ist die Stubenreinheit.
Obwohl der Züchter den Hundenachwuchs schon an regelmäßige Gänge gewöhnt hat, sollte jeder Hundebesitzer darauf gefasst sein, im neuen Zuhause eine Pfütze oder ein Häufchen vorzufinden. Der Hund weiß nicht, was er getan hat, daher ist es völlig unsinnig, ihn deswegen auszuschimpfen oder sogar zu bestrafen.
Die Erziehung zur Stubenreinheit erfordert sehr viel Geduld. Auch beim Menschennachwuchs geht das nicht von heute auf morgen. Alle 2 Stunden führen wir den Hund ins Freie. Sobald er Anstalten macht, sein Geschäft zu erledigen, loben wir ihn ganz überschwänglich, das findet er großartig. Wenn er im Haus etwas macht, dann ermahnen wir ihn nur in den Fällen, in denen wir ihn tatsächlich dabei erwischen.
Ansonsten ist eine Ermahnung überflüssig, denn wenn sie nur eine Minute später erfolgt (nach der Tat) kann der Hund sie nicht mit seinem Tun in Verbindung bringen.
Wenn der Welpe sein neues Heim erkundet und alle Personen, Räume und neuen Gerüche kennen lernt, dann achten wir darauf, dass er nicht auf unser Bett oder auf die Betten der Kinder springt. Das soll er jetzt nicht machen und auch später nicht. Daher erlauben wir ihm nicht etwas, das er später nicht machen soll (nur weil er so ein niedlicher Welpe ist).
Ist der erste Tag im neuen Haus erst einmal vorbei, sind alle gespannt, wie wohl die erste Nacht verlaufen wird. Fast immer jammern die kleinen Hunde, wenn sie zum ersten Mal alleine schlafen sollen. Sie vermissen ihre Mama und ihre Geschwister. Alles ist neu und anstrengend – kein Wunder, wenn der Kleine dann traurig winselt. Damit er es schön kuschelig hat, haben wir sein Körbchen an einen warmen Platz gestellt, und er hat eine Wärmflasche unter seiner Decke. Wenn er zu arg heult, dann beruhigen wir ihn kurz mit einigen sanften Worten.
Aber wir nehmen ihn nicht weg von seinem Schlafplatz, sonst gewöhnt er sich daran. Normalerweise fasst ein Welpe schnell Vertrauen, und nach ein paar Tagen schläft der Kleine abends erschöpft ein, weil der Tag so voller Aufregung war.
Die Tage sind nicht nur für den jungen Hund voller Aufregung. Auch für uns ändert sich eine Menge. Der Hund nimmt viel Zeit in Anspruch, und alle Familienmitglieder beteiligen sich an seiner Erziehung. Langsam gewöhnen wir den Hund an kleine Befehle wie „Sitz”, „Platz” und „Bleib”. Wir haben uns auf einheitliche Gesten dazu verständigt. Unser Sohn macht sich bei solchen Übungen besonders verdient – die beiden haben sehr viel Spaß miteinander und der Hund lernt außergewöhnlich schnell mit ihm. Neben „Sitz” und „Platz” kann der Hund auch noch eine „Rolle”, die bei allen für Heiterkeit sorgt und auch ihm viel Spaß zu machen scheint.
Auch wenn diese ersten Tage spaßig und voller Freude sind, vergessen wir nicht, dass auch mal ein Missgeschick passieren kann. Unser erster Hund hatte seinerzeit im Garten unseres Nachbarn eine teure Statue umgerissen, und damals waren wir froh, dass unser Mickey versichert war. Daher war das Erste, was wir neben dem Kauf des Hundekörbchens machten, der Abschluß einerHundehaftpflichtversicherung. Denn wer weiß, was unser neuer Mitbewohner noch alles anstellt.
Falls sie sich endscheiden ihren Welpen mit ins Bett zu nehmen, ist es sehr schwer es ihm wieder ab zu gewöhnen,deshalb überlegen sie sich gut ob sie das für immer wollen. Einmal Bett, immer Bett!
Bei uns liegen alle mit im Bett und das ist auch gut so!!!
